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18. April 2012

"Komm mit ins Abenteuerland"

Die Frühförderstelle Meiningen der Lebenshilfe Schweinfurt expandiert und setzt damit ein Zeichen des Muts und der Vielfältigkeit.


Ein Zeichen für Mut, Innovation, Einzigartigkeit und Vielseitigkeit: die Architektur der Frühförderstelle und Kindertagesstätte "Abenteurland" mit ihrem lilafarbenen Neubau, dem ersten Anbau in gelb und dem geschichtsträchtigen Haupthaus.

Ein Zeichen für Mut, Innovation, Einzigartigkeit und Vielseitigkeit: die Architektur der Frühförderstelle und Kindertagesstätte "Abenteurland" mit ihrem lilafarbenen Neubau, dem ersten Anbau in gelb und dem geschichtsträchtigen Haupthaus.

"Komm mit ins Abenteuerland", schallte es den geladenen Gästen zum Auftakt der Einweihung aus Kindermündern entgegen. Am Mittwoch hat die offizielle Schlüsselübergabe für den neuen Erweiterungsbau der interdisziplinären Frühförderstelle im thüringischen Meiningen stattgefunden. Der lila Würfel, der vor Baubeginn wegen seiner Farbe für Verwunderung gesorgt hatte, harmoniert in der Realität gut mit dem bestehenden Althaus und dem ersten Anbau, dem gelben Quader. So setzt das "Abenteuerland" der Lebenshilfe Schweinfurt mit seiner Frühförderstelle und seinem integrativen Kindergarten schon von Weitem erkennbar deutliche Zeichen: Zeichen, die für Mut, Innovation, Einzigartigkeit, aber auch Vielseitigkeit stehen.

 

Wilfried Glock, Vorsitzender der Lebenshilfe Schweinfurt, bedankte sich in seinen Grußworten für das große Engagement von Einrichtungsleiter Bernhard Bieber und seinem Team. Martin Groove, Geschäftsführer der Lebenshilfe Schweinfurt, ergänzte, dass der neue Anbau mit seinen lichtdurchfluteten und freundlichen Räumen eine gute Basis für die moderne interdisziplinäre Frühförderung schaffe. Eine besonders gute Zusammenarbeit habe man mit der Stadt Meiningen erfahren, die sich während der ganzen Projektzeit immer unterstützend, kooperativ und stets unkompliziert gezeigt habe.

 

"Die Lebenshilfe ist zu einer tragenden Säule des sozial-gesellschaftlichen Lebens im Landkreis Schmalkalden-Meiningen geworden", sagte Michael Heyn in Vertretung für Landrat Ralf Luther. "Die herausragende Arbeit, welche hier geleistet wird, ist von unendlicher Wichtigkeit. Diese ist nur von Menschen zu schaffen, die sich der Pflege von Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung mit jeder Faser ihres Körpers verschrieben haben."

 

Reinhard Kubietz, Bürgermeister von Meiningen, erzählte, dass ihn die Einrichtung in der Landsberger Straße bereits 22 Jahre seines Berufslebens begleite. Sie war in der ehemaligen DDR als Wochenkrippe für geistig behinderte Kinder gegründet worden und hatte 1991 als heilpädagogische Tagesstätte in der Lebenshilfe Schweinfurt einen neuen Träger gefunden. Bis heute besteht das "Abenteuerland" aus einer integrativen Kindertagesstätte und einer interdisziplinären Frühförderstelle. Derzeit besuchen 64 Förderkinder und 70 Regelkinder den Kindergarten. In der Frühförderstelle werden etwa 80 Kinder ambulant und mobil betreut.

 

"Jedes Kind ist ein Zeichen der Hoffnung", zitierte Susanne Mechau von der Diakonie Mitteldeutschland ein afrikanisches Sprichwort. Sie lobte bei der Einweihung den Mut der Lebenshilfe Schweinfurt, sich mit dem "schwierigen Geschäft der interdisziplinären Frühförderung" auseinanderzusetzen. Das bringe der Verein auch mit dem "mutigen, außergewöhnlichen, spannenden und begeisternden" Neubau zum Ausdruck. Cornelia Schmidt vom Thüringer Sozialministerium beschrieb ebenfalls mit einem afrikanischen Sprichwort, die Situation von Kindern mit Handicap, die besonders viel Zeit, Zuwendung und Fürsorge benötigten: "Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht."

 

Abschließend stellte Einrichtungsleiter Bernhard Bieber das Konzept der Frühförderstelle vor. Es basiert auf dem Prinzip der Ganzheitlichkeit und vereint in sich Diagnostik, Therapie, Förderung, Elternberatung und Vernetzungsarbeit. "Eltern werden sehr stark in die Förderarbeit eingebunden", erklärte Bieber. "Die gelungene Interaktion zwischen Eltern und Kind ist von enormer Bedeutung für die kindliche Entwicklung." Er zeigte sich erfreut, dass sich mit den nun zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten ein noch innovativeres Förderangebot für Kinder verwirklichen lasse.