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21. Januar 2019

"Freude am Spiel steht im Vordergrund"

Integratives Fußballturnier: Lebenshilfe und Turngemeinde mit fünfter Auflage zufrieden


Sehenswerte Ballwechsel: die Mannschaften der Lebenshilfe Schweinfurt aus den Werkstätten Sennfeld (in rot) und Hammelburg im Spiel.

Sorgten bei Spielern und Zuschauern für Stimmung: die Samba-Gruppe „Ritmo Candela“.

Zeigten mit ihrem Einlagespiel, dass ihnen Inklusion wichtig ist: die Schweinfurter Stadträte (in weiß-blau) und die Mitarbeiter des Landratsamtes Schweinfurt.

Gelungener Turnierabschluss: „New Generation“ hatten ihren Auftritt nach dem letzten Spiel.

Natürlich gab es auch Gewinner: Beim integrativen Fußballturnier am Sonntag hat die Mannschaft der zur Lebenshilfe Schweinfurt gehörenden Werkstatt für behinderte Menschen Sennfeld in der Gruppe A den ersten Platz belegt. In der Gruppe B erklomm die U-13-Mannschaft der TG 48 Schweinfurt die Spitze des Siegertreppchens. Von Verlieren wollte in der Sporthalle des Schweinfurter Humboldt-Gymnasiums dennoch keiner sprechen. "Bei diesem Turnier steht die Freude am Spiel im Vordergrund", sagte Dr. Horst Golüke, der Vorsitzende der Lebenshilfe Schweinfurt. "Ein Spiel-, Spaß- und Freude-Turnier", nannte Reginhard von Hirschhausen, der stellvertretende Vorsitzende der Turngemeinde Schweinfurt 1848, die Veranstaltung. Zusammen richteten die beiden Traditionsvereine die fünfte Auflage des integrativen Fußballturniers aus. Bei diesem messen sich verschiedene Erwachsenenmannschaften aus dem Behindertensport und diverse U-13-Mannschaften aus der Region jeweils untereinander im Kampf ums runde Leder. Das Ziel: Menschen mit und ohne Behinderung in Kontakt und ins Gespräch miteinander zu bringen.

 

"Wenn die Menschen mit Behinderung am Ball sind, sind sie wie Profis", beschrieb Besnik Buteli seine Eindrücke. Der 30-jährige Kapitän der Sennfelder Lebenshilfe-Mannschaft ist mit seinem Team Stammgast beim integrativen Fußballturnier seit dessen erster Auflage im Jahr 2015. Er glaubt, dass Menschen mit Behinderung oft unterschätzt würden. Das Turnier sei für sie eine gute Gelegenheit, ihr Können zu zeigen. Die Chance dazu nutzten heuer in der Gruppe A Mannschaften der Lebenshilfe Schweinfurt aus deren Werkstätten in Sennfeld, Augsfeld, Hammelburg und Nüdlingen sowie Mannschaften der Lebenshilfe Miltenberg und der Ahorner Werkstatt der Wefa GmbH. In der Gruppe B traten die U-13-Mannschaften der TG 48 Schweinfurt, der SG Sennfeld, der SpVgg Hambach und des TV Oberndorf gegeneinander an. Zuschauer bekamen so 27, jeweils 10 Minuten lange Matches mit sehenswerten Ballwechseln geboten. Darüber hinaus überzeugt das integrative Fußballturnier regelmäßig mit seinem Rahmenprogramm: Dieses Jahr sorgten die Samba-Bateria "Ritmo Candela" und die Tanzgruppe "New Generation" für Stimmung.

 

Ein Turnier-Höhepunkt ist auch immer wieder das Einlagespiel: 2016 und 2017 war eine Mannschaft aus Schweinfurter Stadträten hierbei gegen geistliche Würdenträger aus Stadt und Landkreis angetreten. Dieses Jahr forderten die Politiker ihr Glück auf dem Spielfeld gegen Mitarbeiter des Schweinfurter Landratsamtes heraus. Mit einer 3:5-Niederlage riss die Pechsträhne der Stadträte leider auch heuer nicht ab. Jürgen Montag, Sozialreferenten der Stadt Schweinfurt, nahm es sportlich. "Das Turnier macht Spaß und ist ein wichtiges Zeichen für das Thema 'Inklusion'", sagte er.