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17. Oktober 2018

Lebenshilfe Schweinfurt ehrt langjährige Vereinsmitglieder

Rosemarie Weber und Grete Höfling mit Ehrennadel ausgezeichnet


Die 95-jährige Rosemarie Weber ist seit den Anfängen der Lebenshilfe Schweinfurt mit dabei. Jetzt wurde sie für ihre 50-jährige Mitgliedschaft mit der Ehrennadel des Vereins ausgezeichnet.

Die 95-jährige Rosemarie Weber ist seit den Anfängen der Lebenshilfe Schweinfurt mit dabei. Jetzt wurde sie für ihre 50-jährige Mitgliedschaft mit der Ehrennadel des Vereins ausgezeichnet.

Über Blumen, Dankesworte und die Ehrennadel freute sich auch Grete Höfling, die am Tag der Gratulation ihren 87. Geburtstag feierte. Seit 50 Jahren hält sie der Lebenshilfe Schweinfurt als Mitglied schon die Treue.

Über Blumen, Dankesworte und die Ehrennadel freute sich auch Grete Höfling, die am Tag der Gratulation ihren 87. Geburtstag feierte. Seit 50 Jahren hält sie der Lebenshilfe Schweinfurt als Mitglied schon die Treue.

Für ihre 50-jährige Mitgliedschaft in der Lebenshilfe Schweinfurt sind Rosemarie Weber und Grete Höfling kürzlich mit der Ehrennadel des gemeinnützigen Vereins ausgezeichnet worden. Die Glückwünsche wurden den beiden Jubilarinnen nachträglich zu Hause überbracht, da sie nicht an der Jahreshauptversammlung der Lebenshilfe Schweinfurt im Sommer hatten teilnehmen können. Wie deren Vorsitzender, Dr. Horst Golüke, dort betont hatte, sind Weber und Höfling zusammen mit ihren bereits verstorbenen Ehegatten, Otto Weber und Erwin Höfling, Wegbereiter der ersten Stunde. Erst durch die tatkräftige Unterstützung von Menschen wie ihnen habe die Lebenshilfe Schweinfurt zu dem werden können, was sie bis heute sei: ein Elternverein, der die Interessen von Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen in den Mittelpunkt stelle und sich für Gleichberechtigung, Respekt und Toleranz einsetze.

 

In Gesprächen erinnerten sich Höfling und Weber an die frühen und bisweilen beschwerlichen Anfangsjahre der Lebenshilfe Schweinfurt. Ohne den Verein hätten ihre beiden Söhne zur damaligen Zeit kaum eine schulische Ausbildung erhalten, die ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen entsprochen hätte, bestätigten beide Frauen. Viel Zeit und Kraft hätten sie deshalb in den noch jungen Verein und seine Angebote investiert, um ihn erfolgreich werden zu lassen. Höfling erinnerte sich zum Beispiel an die Zeit, als sie bei der Essensausgabe in der Franziskus-Schule half, die ihr Sohn besuchte. Und Weber berichtete von ihrem Ehemann Otto Weber, der in den Anfangsjahren im Vorstand der Lebenshilfe Schweinfurt das Amt des Schriftführers bekleidete. "Die Lebenshilfe wurde zu unserem Lebensinhalt", erzählte sie.

 

Die Lebenshilfe Schweinfurt war 1962 von etwa 30 Privatleuten im Schweinfurter Rathaus gegründet worden. Ihr erstes Angebot: eine zum Teil von betroffenen Eltern geleitete Betreuungsgruppe für Kinder mit Behinderung im Keller der Schweinfurter Auenschule. Heute hat die Lebenshilfe Schweinfurt mehr als 700 Mitglieder und ist in Unterfranken und Thüringen mit drei Frühförderstellen, einer integrativen Kindertagesstätte, drei Schulen, sechs Werkstätten, über 20 Wohn- und Wohnpflegeheimen, Ambulant Unterstützten Wohnformen, Offenen Hilfen und mehreren Integrationsbetrieben vertreten. Der Verein beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter, über 2.700 Menschen mit Behinderung nutzen seine Angebote.