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18. September 2018

Landrat Habermann ehrt soziales Engagement

Immer mehr Rhön-Grabfelder Betriebe beteiligen sich an Lebenshilfe-Projekt "Mensch inklusive"


Ziehen ein positives Fazit: Zehn Betriebe im Landkreis Rhön-Grabfeld beschäftigen derzeit im Rahmen des Lebenshilfe-Projekts "Mensch inklusive" Menschen mit Beeinträchtigung. Im Kulturzentrum Kloster Wechterswinkel würdigte Landrat Thomas Habermann (2. v. l., 3. Reihe v. u.) ihr soziales Engagement.

Ziehen ein positives Fazit: Zehn Betriebe im Landkreis Rhön-Grabfeld beschäftigen derzeit im Rahmen des Lebenshilfe-Projekts "Mensch inklusive" Menschen mit Beeinträchtigung. Im Kulturzentrum Kloster Wechterswinkel würdigte Landrat Thomas Habermann (2. v. l., 3. Reihe v. u.) ihr soziales Engagement.

Eine Urkunde und ein Qualitätssiegel, um das soziale Engagement sichtbar zu machen: Landrat Thomas Habermann und Karin Renner (v. l.), die Behindertenbeauftragte für den Bezirk Unterfranken, zeichnen Michael Derleth (2. v. r.) vom Naturlandhof Derleth aus. Seit einem Jahr arbeitet Sebastian Krause (r.) bei ihm.

Eine Urkunde und ein Qualitätssiegel, um das soziale Engagement sichtbar zu machen: Landrat Thomas Habermann und Karin Renner (v. l.), die Behindertenbeauftragte für den Bezirk Unterfranken, zeichnen Michael Derleth (2. v. r.) vom Naturlandhof Derleth aus. Seit einem Jahr arbeitet Sebastian Krause (r.) bei ihm.

Sorgten für die musikalische Umrahmung der Feierstunde: die "Harfenzupfer" der Lebenshilfe Rhön-Grabfeld.

Sorgten für die musikalische Umrahmung der Feierstunde: die "Harfenzupfer" der Lebenshilfe Rhön-Grabfeld.

"Ein wunderschönes Projekt, das Menschen zusammenbringt": So beschrieb Thomas Habermann "Mensch inklusive". Am Sonntag hat der Rhön-Grabfelder Landrat zehn Betriebe geehrt, die im Rahmen des von der Lebenshilfe Schweinfurt 2012 gestarteten Projekts Menschen mit Behinderung beschäftigen. Karin Renner, die Behindertenbeauftragte für den Bezirk Unterfranken, und Thomas Stelzer, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schweinfurt, unterstützten ihn dabei. Die drei bedachten im Kulturzentrum Kloster Wechterswinkel nicht nur die teilnehmenden Betriebe mit Urkunden. Auch der Landkreis Rhön-Grabfeld, das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt und die Lebenshilfe Rhön-Grabfeld freuten sich darüber. Diese unterstützen das Projekt "Mensch inklusive" nämlich seit Februar 2016 im Rahmen eines Kooperationsvertrags mit der Lebenshilfe Schweinfurt.

 

"Mensch inklusive" vermittelt Menschen mit Behinderung wohnortnahe Arbeitsplätze in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarkts. Hierfür gleichen Projekt-Mitarbeiter die Fähigkeiten und Wünsche eines Menschen mit Behinderung mit den Erwartungen eines potenziellen Arbeitgebers ab. Dann bringen die Mitarbeiter die passenden Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammen. Die Vorteile für Arbeitgeber: Sie entlasten ihr Personal, gewinnen hoch motivierte Mitarbeiter, die ausgezeichnet zum Unternehmen passen, und übernehmen soziale Verantwortung. Arbeitnehmer mit Behinderung wiederum fassen im allgemeinen Arbeitsmarkt Fuß und stellen dort ihre Fähigkeiten und Stärken unter Beweis.

 

"Arbeit ist mehr als Broterwerb", sagte Behindertenbeauftragte Renner. Arbeit strukturiere den Tag, schaffe Selbstvertrauen und helfe, sich selbst zu verwirklichen. "Mensch inklusive" stelle die Stärken eines Menschen in den Mittelpunkt, nicht dessen Schwächen, und sei ein wichtiger Schritt zur Inklusion. Arbeitsagentur-Chef Stelzer lobte die flexiblen Beschäftigungsverhältnisse, die bei "Mensch inklusive" möglich seien und nannte sie einen "Erfolgsfaktor". Formal bleiben die Mitarbeiter bei der Lebenshilfe Schweinfurt angestellt. Arbeitgeber tragen kein finanzielles Risiko. Landrat Habermann wiederum betonte. "'Mensch inklusive' zeigt, dass alle Menschen gleich und gleich wichtig sind."

 

Anschließend gehörte die Bühne fünf Vertretern von Betrieben, die über "Mensch inklusive" Mitarbeiter mit Behinderung beschäftigen. Ihr Fazit viel durchweg positiv aus: "Eine Wucht", "Ruhepol", "mehr davon", "absolut zufrieden" waren einige der Aussagen. Gleichzeitig machte die Anwesenheit der Vertreter deutlich, welch große Bandbreite an Beschäftigungsmöglichkeiten "Mensch inklusive" mittlerweile anbieten kann.

 

Für ihr soziales Engagement wurden an diesem Abend gewürdigt: der Gemeindebauhof Burglauer, der Gemeindebauhof Wülfershausen, das Tagungs- und Erholungszentrum Hohe Rhön, der Bad Neustädter Kindergarten St. Konrad, der Naturlandhof Derleth in Salz, Rausch Maschinen- und Vorrichtungsbau aus Ostheim, der Städtische Bauhof Bad Neustadt, der Bauhof der Stadt Mellrichstadt, Werner Objekteinrichtungen aus Bischofsheim-Unterweißenbrunn und Demling Maler und Verputzer aus Bad Neustadt-Salz.