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20. April 2017

Die Spinne macht's möglich

Böschungsmäher "Spider" erweitert Dienstleistungsangebot der Grünen Gruppe


Beim Testlauf im Hochspannungsbereich der Überlandzentrale Lülsfeld: Da, wo sonst nur bedingt per Hand oder Aufsitzmäher gemäht werden kann, lenkt Holger Börner, Leiter der Grünen Gruppe, den neuen Böschungsmäher Spider ferngesteuert unter den Hochspannungsleitungen hindurch. (Foto: Gerhard Schmitt, www.d-m-v.de)

Beim Testlauf im Hochspannungsbereich der Überlandzentrale Lülsfeld: Da, wo sonst nur bedingt per Hand oder Aufsitzmäher gemäht werden kann, lenkt Holger Börner, Leiter der Grünen Gruppe, den neuen Böschungsmäher Spider ferngesteuert unter den Hochspannungsleitungen hindurch. (Foto: Gerhard Schmitt, www.d-m-v.de)

Rechtzeitig zum Frühlingsbeginn ist er bei der Grünen Gruppe des Markt- und Service-Integrationsunternehmens (MSI) eingetroffen: der neue, ferngesteuerte Böschungsmäher mit dem bezeichnenden Namen "Spider". Er hat sich auch bereits bei ersten Einsätzen bewiesen. Sowohl an Schweinfurter Mainböschungen im Hafengebiet als auch an Entwässerungsgräben und -mulden im Rempertshagener Biotop in Sennfeld hat der Mäher schon gute Leistungen gezeigt. "Eine überaus sinnvolle Anschaffung mit enorm vielen Vorteilen", wie Holger Börner, Leiter der Grünen Gruppe, bestätigt. Einer davon: Mit dem Spider können zukünftig auch Mitarbeiter mit Behinderung in schwierigen Mählagen arbeiten. Immerhin ist die Grüne Gruppe des MSI ein Integrationsbetrieb. 20 Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten bei dem Dienstleister für den Garten- und Landschaftsbau, der Privathaushalte, Firmen und Kommunen zu seinen Kunden zählt.

 

"Wo sonst Mäharbeiten aufwendig per Hand und teilweise sogar mit Seilsicherung durchgeführt werden mussten, ist jetzt der Spider unterwegs", erläutert Börner. Das Unfallrisiko sinkt dadurch enorm: Da der Bediener nicht auf dem Mäher sitzt, sondern diesen aus bis zu 200 Meter Entfernung fernsteuert, besteht keine Absturzgefahr mehr. Außerdem ist man beim Spider keinen Vibrationen sowie wenig Abgasen und wenig Lärm ausgesetzt. Schulungen sollen die Mitarbeiter mit dem neuen Gerät vertraut machen.

 

Der 250 Kilogramm schwere Böschungsmäher bewältigt Steigungen von bis zu 55 Grad, ist mit seinen um 360 Grad drehbaren Rädern überaus wendig und deckt ein breites Anwendungsspektrum ab. Straßen- und Flussböschungen, Weinberge oder sumpfige Wiesen und Hochspannungsbereiche von Umspannwerken sind zum Beispiel Einsatzgebiete des Spiders. Er mulcht hohes und dichtes Gras, aber auch Gestrüpp ist kein Problem für den bodenschonenden Mäher.

 

Die Würzburger Regionalstelle des Zentrums Bayern Familie und Soziales hat das MSI bei der Anschaffung des Böschungsmähers finanziell großzügig unterstützt. Gegründet wurde das MSI 2005. Es unterhält mehrere Integrationsbetriebe auf dem ersten Arbeitsmarkt, in denen Menschen mit und ohne Behinderung tätig sind. Dazu gehören in Schweinfurt zwei Supermärkte, ein Drogeriemarkt, das Main-Café und die Grüne Gruppe sowie in Ebrach das Restaurant und der Shop am Baumwipfelpfad. Auch betreibt das MSI dort den Reinigungsdienst und das Kassenmanagement.