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14. Mai 2020

500 Masken dank „sozialer Ader“

Procave GmbH aus Erfurt spendet 500 Mund-Nasen-Masken an die Lebenshilfe Schweinfurt


Passen an jedes Ohr: Die Mikrofaser-Masken der Procave GmbH aus Erfurt sorgen mit ihren elastischen Gummihalterungen für optimalen Tragekomfort. Über eine Spende von 500 dieser wiederverwendbaren und bei 60 Grad waschbaren Alltagsmasken freuen sich Betreuer und Mitarbeiter der 22 Wohnheime und Ambulant Unterstützten Wohnformen der Lebenshilfe Schweinfurt.

Passen an jedes Ohr: Die Mikrofaser-Masken der Procave GmbH aus Erfurt sorgen mit ihren elastischen Gummihalterungen für optimalen Tragekomfort. Über eine Spende von 500 dieser wiederverwendbaren und bei 60 Grad waschbaren Alltagsmasken freuen sich Betreuer und Mitarbeiter der 22 Wohnheime und Ambulant Unterstützten Wohnformen der Lebenshilfe Schweinfurt.

"Eine tolle Sache", meinte Sascha Turtschany, Einrichtungsleiter der Wohnheime, als er das Spendenpaket mit 500 Mund-Nasen-Masken anfangs dieser Woche in Empfang nahm. "Nachdem in allen 22 Wohnheimen der Lebenshilfe Schweinfurt als Corona-Präventionsmaßnahme ständige Maskenpflicht für Betreuer und Mitarbeiter herrscht, ist der Bedarf an Alltagsmasken entsprechend gestiegen und jede zusätzliche Maske willkommen", so Turtschany weiter. Auch die Ambulant Unterstützten Wohnformen (AUW) der Lebenshilfe Schweinfurt, die einen Teil der Spende entgegennehmen durften, freuten sich über diese kostenfreie "Maskenaufstockung" zum Schutze ihrer Klienten. Gespendet wurden die 500 wiederverwendbaren Masken aus Mikrofaservlies von der Procave GmbH, ein Thüringer Hersteller von Matratzenschutzprodukten.

 

"Als auch bei uns die Corona-Pandemie ankam und die Produktion einbrach, war es für mich als Geschäftsführer ein persönliches Anliegen, alle Mitarbeiter weiter in Beschäftigung zu halten", informierte Oliver Schramm, seit 2007 Geschäftsführer der Erfurter Procave GmbH. So habe er sich Anfang März der weltweiten Nachfrage nach Mund-Nasen-Masken angepasst und seinen Betrieb kurzerhand auf Maskenproduktion umgestellt. Das nötige Material sei ausreichend auf Lager gewesen, da die Alltagsmasken aus Polypropylenvlies, das sonst bei der Herstellung von Matratzenschutzbezügen zum Einsatz kommt, genäht werden, so Schramm. Das engmaschige Vliesmaterial sei besonders saugfähig, fange somit Speicheltröpfchen gut auf, sei atmungsaktiv und biete einen leichten Tragekomfort. Außerdem sei das Mikrofaservlies bei 95 Grad waschbar, durch die Ohrengummihalterung bei den gespendeten Mund-Nasen-Masken empfehle Procave jedoch eine Waschtemperatur von 60 Grad. Nicht gleichzusetzen seien die gespendeten Alltagsmasken jedoch mit Mund-Nasen-Schutz-Masken, den sogenannten OP-Masken oder den FFP-Masken. Die bei Procave produzierten Masken verringern zwar das Risiko, dass Personen ihr Umfeld mit ausgeatmeten Tröpfchen kontaminieren, bieten aber keinen ausreichenden Virenschutz für den Träger selbst.

 

"Trotzdem eine ausgesprochene Win-Win-Geschichte", freut sich Schramm, denn mit der erfolgreichen Produktionsumstellung auf Alltagsmasken garantiere er nicht nur die Existenzsicherung seiner Angestellten, sondern leiste auch einen Beitrag im Kampf gegen die Ausbreitung der Covid-19-Infektion. Da die Verkaufszahlen nach wie vor sehr hoch seien und die Produktionszahlen laut Schramm bei 500.000 bis 800.000 Stück wöchentlich lägen, wollte der Geschäftsführer mit der "sozialen Ader" einen Teil seines Erfolges jenen Kunden und sozialen Einrichtungen zurückgeben, die seinen Betrieb am Laufen hielten und immer noch halten, so der 37-jährige Vater von vier Kindern. In Absprache mit seinem Team entschied man daher, mit der Maskenspende einmal mehr Danke zu sagen, und sich da solidarisch zu zeigen, wo erfahrungsgemäß aufgrund der aktuellen Situation "eh der Schuh drückt".