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07. Mai 2020

Mit der Jakobsweg-Tasse durch die Corona-Krise

RAW-Mitarbeiter gestalten Kaffeetassen fürs Personal


"Haltet durch, wir halten auch durch und denken an Euch": Mit diesen Worten und 35 personalisierten Kaffeetassen danken die Mitarbeiter des zur Lebenshilfe Schweinfurt gehörenden Reha- und Arbeitswerks (RAW) allen Personalangestellten, die während der Corona-Krise die Produktion für systemrelevante Auftraggeber aufrechterhalten.

"Haltet durch, wir halten auch durch und denken an Euch": Mit diesen Worten und 35 personalisierten Kaffeetassen danken die Mitarbeiter des zur Lebenshilfe Schweinfurt gehörenden Reha- und Arbeitswerks (RAW) allen Personalangestellten, die während der Corona-Krise die Produktion für systemrelevante Auftraggeber aufrechterhalten.

"Mehrere von uns haben beschlossen, Euch mit etwas zu danken, wovon Ihr länger etwas habt": So steht es in einem Brief der Mitarbeiter an Jürgen Hergenröder, den Leiter des zur Lebenshilfe Schweinfurt gehörenden Reha- und Arbeitswerks (RAW) Schweinfurt. Der Dank, das sind 35 personalisierte Kaffeetassen, die Hergenröder und die Personalangestellten des RAW Schweinfurt kürzlich von ihren Mitarbeitern mit psychischen Beeinträchtigungen geschenkt bekommen haben. "Jeder Einzelne vom Personal gibt sein Bestes für das RAW und damit auch für uns. Wir schätzen das sehr und sind Euch so dankbar", heißt es in dem Brief weiter.

 

Das RAW Schweinfurt ist wegen der Corona-Krise seit Wochen für seine Mitarbeiter geschlossen. Deren Arbeit, speziell die Produktion für systemrelevante Auftraggeber, stemmen seitdem die Personalangestellten aus der Verwaltung, dem sozialen Bereich und dem Arbeitsbereich. Nicht zuletzt deshalb, um auch die Löhne der Mitarbeiter mit psychischen Beeinträchtigungen zu sichern, wie Hergenröder erklärt. Zusätzlich arbeite man intensiv an einem Konzept, um die Werkstatt schnellstmöglich schrittweise wieder zu öffnen, sobald dies erlaubt sei.

 

Die Kaffeetassen seien etwas ganz Besonderes, meint Hergenröder. Die Mitarbeiter hätten für jeden einzelnen Personalangestellten überlegt, welches Motiv auf der Tasse zu ihm passen könnte. Er selbst habe eine Tasse mit einem Foto des Jakobswegs bekommen. Den ist Hergenröder bereits dreimal gegangen, zuletzt 2018 von Lissabon aus. Ein schöner Sinnspruch über das Familienleben ziert zum Beispiel eine andere Kaffeetasse. "Es ist toll, dass unsere Mitarbeiter in dieser Zeit an uns denken. Das ist nicht selbstverständlich", sagt Hergenröder. Das ganze Personal habe sich sehr über die Tassen gefreut und sei regelrecht gerührt gewesen.

 

Bis zur Wiedereröffnung halten die Personalangestellten des RAW Schweinfurt regelmäßig per Telefon Kontakt zu den Mitarbeitern. Und in der Verwaltung können sich die Mitarbeiter per Telefon jederzeit darüber informieren, wie es im RAW Schweinfurt weitergeht. "Das ist natürlich nicht dasselbe wie der persönliche Kontakt", räumt Hergenröder ein. "Wir freuen uns daher sehr, wenn wir unsere Mitarbeiter wiedersehen."

 

Als Arbeitgeber bietet das RAW Schweinfurt rund 130 Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen die Möglichkeit, am Arbeitsleben teilzuhaben. Sie sind, unterstützt von 35 Personalangestellten, in unterschiedlichen Fertigungs- und Dienstleistungsfeldern tätig. Für industrielle, gewerbliche, kommunale und private Auftraggeber ist das RAW Schweinfurt ein verlässlicher Partner. Die Lohnarbeiten, Dienstleistungen und Eigenprodukte der Lebenshilfe-Werkstatt, die nach ISO 9001 zertifiziert ist, genügen höchsten Ansprüchen an Qualität und Zuverlässigkeit.