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22. Januar 2020

Werkstatt Sennfeld liefert Hornissenkästen für Stadt und Landkreis

Stiftung der Kreissparkasse stellt 2.000 Euro für Bau zur Verfügung


Holen in der Werkstatt für behinderte Menschen Sennfeld 20 Hornissenkästen ab, die in der dortigen Schreinerei entstanden sind (v. l.): Lothar Schwarz von der Staatlichen Naturschutzwacht der Stadt und des Landkreises Schweinfurt, Peter Schleich, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge und stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrats, und Florian Töpper, Landrat des Landkreises Schweinfurt.

Holen in der Werkstatt für behinderte Menschen Sennfeld 20 Hornissenkästen ab, die in der dortigen Schreinerei entstanden sind (v. l.): Lothar Schwarz von der Staatlichen Naturschutzwacht der Stadt und des Landkreises Schweinfurt, Peter Schleich, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge und stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrats, und Florian Töpper, Landrat des Landkreises Schweinfurt.

Die Hornissen werden nach dem Umsetzen mit ihren Nestern in den Kästen heimisch. Sie bauen das Nest aus, bis es mit dem Umsetzkasten quasi zusammenwächst.

Die Hornissen werden nach dem Umsetzen mit ihren Nestern in den Kästen heimisch. Sie bauen das Nest aus, bis es mit dem Umsetzkasten quasi zusammenwächst.

Wenn es im Sommer zum Beispiel im Rollladenkasten summt, ruft man ihn: Lothar Schwarz von der Staatlichen Naturschutzwacht der Stadt und des Landkreises Schweinfurt. Der Beauftragte für Halbflügler entfernt bei Privatleuten fachkundig Wespen- und Hornissennester und setzt diese an anderer Stelle wieder aus. "Dort, wo keine Personen gefährdet sind", erklärt er. Damit Schwarz die in Deutschland streng geschützten Insekten samt Nest transportieren kann, benötigt er sogenannte Umsetzkästen. In diese kommt das Nest hinein. Dann hängt man die Kästen samt Nest zum Beispiel im Wald oder in anderen ruhigen Naturgebieten auf.

 

20 solcher Umsetzkästen hat Schwarz am Montag zusammen mit Florian Töpper, dem Landrat des Landkreises Schweinfurt, und Peter Schleich, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge und stellvertretenden Vorsitzenden des Stiftungsrats, in der Werkstatt für behinderte Menschen Sennfeld abgeholt. In der Schreinerei der zur Lebenshilfe Schweinfurt gehörenden Einrichtung waren die Kästen gebaut worden. Das Geld dafür hatte die Stiftung der Kreissparkasse zur Verfügung gestellt, nachdem Töpper dort einen entsprechenden Antrag eingereicht hatte. Da das Entfernen von Wespen- und Hornissennestern bei Privatleuten nicht aus öffentlichen Geldern bezahlt wird, zögerte man bei der Sparkassenstiftung nicht, 2.000 Euro für den Bau der Umsetzkästen zur Verfügung zu stellen. Nachdem die Schreinerei der Werkstatt Sennfeld in der Region bereits für ihre Insektenhotels und Fledermauskästen bekannt ist, war in ihr dann auch schnell der richtige Partner für die Arbeiten gefunden.

 

In der zur Lebenshilfe Schweinfurt gehörenden Werkstatt Sennfeld arbeiten rund 500 Menschen mit Behinderung. Über 100 Personalangestellte unterstützen und fördern sie in ihrem Arbeitsalltag. Der ist attraktiv und abwechslungsreich. Lohnfertigung, Eigenfertigung, eine Malergruppe, Schreinerei und Schlosserei: Die Werkstatt Sennfeld zählt sowohl industrielle Auftraggeber und Handwerksbetriebe als auch Kommunen und Privathaushalte zur ihren Kunden. Die 1969 gegründete und nach ISO 9001 zertifizierte Einrichtung versteht sich als modernes Sozialunternehmen, das seinen Mitarbeitern hilft, ihren Platz im Arbeitsleben zu finden, und Kunden ein attraktives Produkt- und Dienstleistungsspektrum anbietet.