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19. Juli 2019

Lebenshilfe-Vorstand geht in die nächste Runde

Mitgliederversammlung bestätigt nahezu komplette Führungsebene im Amt


Sie ist neu: Die Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Schweinfurt hat Denise Saal (rechts) in den Vorstand gewählt. Dessen übrige Mitglieder bestätigten die Anwesenden für weitere vier Jahre im Amt: Dr. Horst Golüke (3. v. r.) als Vorsitzenden, Günter Pfister (4. v. r.) als dessen Stellvertreter, Konrad Schneider (2. v. l.) als Schriftführer sowie Nicole Seemann und Hilmar Knoblach (3. v. l. und 2. v. r.) als Beisitzer. Geschäftsführer Martin Groove (4. v. l.) und der Vorsitzende der Lebenshilfe Hammelburg, Ernst Schneider, sind satzungsgemäß Mitglieder im Vorstand der Lebenshilfe Schweinfurt.

"Sie waren Vorbilder der ersten Stunde, und Sie sind es bis heute": Dr. Horst Golüke, der Vorsitzende der Lebenshilfe Schweinfurt, würdigt Emma Krieger (l.) und Margarete Ittner für ihre jeweils über 50-jährige Mitgliedschaft in dem gemeinnützigen Verein.

Bei der Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Schweinfurt am Donnerstag ist der Vorstand des gemeinnützigen Vereins mit großer Mehrheit für die nächsten vier Jahre im Amt bestätigt worden. Die Anwesenden wählten Dr. Horst Golüke in der Sennfelder Lebenshilfe-Werkstatt erneut zum Vorsitzenden und Günter Pfister zu dessen Stellvertreter. Konrad Schneider bleibt Schriftführer, Nicole Seemann und Hilmar Knoblach sind weiterhin als Beisitzer tätig. Lediglich Elke Müller stand nach acht Jahren ehrenamtlicher Vorstandstätigkeit nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. Die Vereinsmitglieder sprachen an ihrer statt Denise Saal ihr Vertrauen aus. Mit ihren 33 Jahren sorgt die Elternbeiratsvorsitzende des zur Lebenshilfe Schweinfurt gehörenden Förderzentrums Schonungen für eine Verjüngung des Vorstands. Dem gehören satzungsgemäß auch der derzeitige Vorsitzende der Lebenshilfe Hammelburg, Ernst Schneider, und der Geschäftsführer der Lebenshilfe Schweinfurt, Martin Groove, an.

 

Ein weiterer Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung zweier langjähriger Vereinsmitglieder. Dr. Horst Golüke zeichnete Margarete Ittner und Emma Krieger für ihre jeweils über 50-jährige Mitgliedschaft mit der Ehrennadel der Lebenshilfe Schweinfurt aus. 1962 gegründet, existiert der Verein nur wenige Jahre länger. "Sie waren Vorbilder der ersten Stunde", so Golüke, "und Sie sind es bis heute." Margarete Ittner und Emma Krieger verbindet mehr als ihre Vereinsmitgliedschaft mit der Lebenshilfe Schweinfurt. Ihre beiden Kinder arbeiten in der Werkstatt für behinderte Menschen Sennfeld. Ittner selbst war einige Zeit als Erzieherin in der Schillerschule tätig gewesen, wo die Lebenshilfe Schweinfurt damals eine Klasse für Kinder mit Behinderung unterhielt. Krieger hatte 18 Jahre in einer Zweigstelle der Werkstatt Sennfeld als Gruppenhelferin gearbeitet.

 

Anschließend gab Golüke den anwesenden Mitgliedern einen Überblick über die größten, aktuellen Projekte des Vereins. Das neue Wohnpflegeheim in der Schweinfurter Gymnasiumstraße soll noch dieses Jahr fertiggestellt und bezogen werden. In naher Zukunft plant die Lebenshilfe Schweinfurt, einen integrativen Kindergarten in der Stadt zu eröffnen. Das Schweinfurter Reha- und Arbeitswerk, eine Werkstatt für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, wird nächstes Jahr in einen Neubau im Industriegebiet Maintal umziehen.

 

Die Lebenshilfe Schweinfurt ist einer der größten Anbieter Unterfrankens im Bereich der Behindertenhilfe. Als Träger von Frühförderstellen, Schulen, Werkstätten, Wohnangeboten, Offenen Hilfen und Integrationsbetrieben unterstützt sie Menschen mit geistigen, körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen bei einem selbstbestimmten Leben inmitten der Gesellschaft. Sie beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter. Etwa 2.700 Menschen mit Behinderung nutzen ihre Angebote.