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Lebensfelder, Manfred Rattinger

Behinderung ruft nicht nach Mitleid, Behinderte brauchen nicht Überbetreuung und schon gar nicht fürsorgliche Bevormundung. Was ihnen Not tut, ist partnerschaftliche Anerkennung als vollwertige Menschen, Motivation zur Selbständigkeit und Hilfe (nur) dort, wo es anders nicht geht.

Georg »Giorgio« Rimann

 

Lebenshilfe mehr als ein Verein

1962 riefen engagierte Eltern aus Schweinfurt die Lebenshilfe für Behinderte e.V. ins Leben, weil sie für ihre geistig und mehrfachbehinderten Kinder unter den gegebenen staatlichen Förderangeboten keine Zukunftsperspektive für ein möglichst selbstbestimmtes Leben sahen.

Erst vier Jahre zuvor hatten Eltern 1958 in Marburg durch Gründung der heutigen Lebenshilfe-Bundesvereinigung den gesellschaftlichen Stein ins Rollen gebracht. Die Lebenshilfe Schweinfurt war eine der ersten Elternvereinigungen in Franken, die diesem Beispiel folgte.

Um Menschen mit Behinderung die Teilhabe in allen Lebensbereichen ermöglichen zu können, gründete die Lebenshilfe Schweinfurt in den folgenden Jahren Schulen, Werkstätten und Wohnheime in eigener Trägerschaft. Später kamen Frühförderstellen und die Offenen Hilfen, Ambulant Unterstützte Wohnformen sowie Reha- und Arbeitswerke und erste Integrationsbetriebe hinzu.

Heute unterstützt der Verein mit seinen Einrichtungen in 10 Gemeinden in Unterfranken, Oberfranken und im thüringischen Meiningen Menschen mit geistiger, körperlicher oder psychischer Behinderung und ihre Angehörigen in allen Lebensphasen.

Die Lebenshilfe Schweinfurt beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter. Über 2.700 Menschen mit Behinderung nutzen die Einrichtungen und Angebote des Vereins. Über 900 Mitglieder bilden die feste Basis des Vereins, der selber Mitglied des Landesverbands Bayerns und der Bundesvereinigung der Lebenshilfe ist.

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