Mensch inklusive der Lebenshilfe Schweinfurt

Urkunde und Qualitätssiegel für Metallbau Söder

Eine gute Zusammenarbeit: Seit einigen Monaten beschäftigen Vera Söder (3. v. r.) und Gottfried Baumgartner (2. v. r.), die Geschäftsführerin und der Betriebsleiter von Metallbau Söder, Severine Schmickt (4. v. r.) im Rahmen des Lebenshilfe-Projekts „Mensch inklusive“. Oberthulbas Erster Bürgermeister, Mario Götz (l.), und Eva Hartmann (r.), Leiterin von „Mensch inklusive“, sowie Stefan Kohlhepp (2. v. l.), Inklusionsbegleiter bei „Mensch inklusive“, würdigen das soziale Engagement des Unternehmens.

Eine gute Zusammenarbeit: Seit einigen Monaten beschäftigen Vera Söder (3. v. r.) und Gottfried Baumgartner (2. v. r.), die Geschäftsführerin und der Betriebsleiter von Metallbau Söder, Severine Schmickt (4. v. r.) im Rahmen des Lebenshilfe-Projekts „Mensch inklusive“. Oberthulbas Erster Bürgermeister, Mario Götz (l.), und Eva Hartmann (r.), Leiterin von „Mensch inklusive“, sowie Stefan Kohlhepp (2. v. l.), Inklusionsbegleiter bei „Mensch inklusive“, würdigen das soziale Engagement des Unternehmens.

Bürgermeister und „Mensch inklusive“ würdigen soziales Engagement des Oberthulbaer Traditionsunternehmens

 

Am gestrigen Mittwoch haben Oberthulbas Erster Bürgermeister, Mario Götz, und „Mensch inklusive“ das soziale Engagement des ortsansässigen Betriebs Metallbau Söder gewürdigt. Götz und Eva Hartmann, Leiterin des von der Lebenshilfe Schweinfurt initiierten Projekts „Mensch inklusive“, überreichten Geschäftsführerin Vera Söder eine Urkunde und ein Qualitätssiegel. Das Siegel, ein kleines Schild, lässt sich an Wänden montieren. Unternehmen, die zusammen mit „Mensch inklusive“ Mitarbeiter mit Behinderung beschäftigen, informieren die Öffentlichkeit so über ihr soziales Engagement.

 

Metallbau Söder blickt auf eine über 100-jährige Firmengeschichte zurück und fertigt und montiert unter anderem Haustüren, Balkone, Fenster und Wintergärten in Serie und nach Kundenwunsch. Seit mehreren Monaten trägt auch Severine Schmickt ihren Teil zum Unternehmenserfolg bei. Zuvor in der Metallfertigung der zur Lebenshilfe Schweinfurt gehörenden Werkstatt für behinderte Menschen Hammelburg beschäftigt, arbeitet sie seit Januar bei Metallbau Söder in der Produktion. Hier sorgt sie zum Beispiel für Ordnung und Sauberkeit in der Fertigungshalle und hilft bei der Montage von Fenstern und Türen. „Kürzlich habe ich bei 42 Fenstern in zwei Tagen die Gummidichtungen geschafft“, erzählte die 40-Jährige nicht ohne Stolz.

 

Auch Geschäftsführerin Vera Söder ist von ihrer neuen Mitarbeiterin begeistert. „Sie bereichert den Betrieb ungemein“, sagte sie. Und Betriebsleiter Gottfried Baumgartner führte aus: „Severine kann ich viele Sachen machen lassen.“ Sie zeige Eigeninitiative, arbeite selbstständig, sei zuverlässig und setze sich in der Männerdomäne „Metallbau“ gut durch. Geschäftsführerin Söder fügte an, sie könne jedem Arbeitgeber empfehlen, „Mensch inklusive“ einmal auszuprobieren.

 

„Mensch inklusive“ vermittelt Menschen mit Behinderung wohnortnahe Arbeitsplätze in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarkts. Hierfür gleichen Mitarbeiter des Lebenshilfe-Projekts die Fähigkeiten und Wünsche eines Menschen mit Behinderung mit den Erwartungen eines potenziellen Arbeitgebers ab. Dann bringen die Mitarbeiter die passenden Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammen. Die Vorteile für Arbeitgeber: Sie entlasten ihr Personal, gewinnen hoch motivierte Mitarbeiter, die ausgezeichnet zum Unternehmen passen, und übernehmen soziale Verantwortung. Arbeitnehmer wiederum fassen im allgemeinen Arbeitsmarkt Fuß und stellen dort ihre Fähigkeiten und Stärken unter Beweis. Derzeit sind in den Landkreisen Bad Kissingen, Haßberge, Rhön-Grabfeld, Schweinfurt und in der Stadt Schweinfurt 75 Menschen mit Behinderung über das Lebenshilfe-Projekt in unterschiedlichsten Betrieben beschäftigt.

 

Leiterin Eva Hartmann und Projekt-Inklusionsbegleiter Stefan Kohlhepp dankten Metallbau Söder für die Bereitschaft und den Mut, an „Mensch inklusive“ teilzunehmen. „Dass Severine Schmickt bei Ihnen beschäftigt ist“, so Hartmann, „ist ein riesiger Schritt in Richtung Inklusion.“ Auch Bürgermeister Mario Götz dankte Metallbau Söder für das soziale Engagement. Gleichzeit sah er bei „Mensch inklusive“ eine klassische Win-win-Situation gegeben. „Das Projekt“, so Götz, „bringt für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichzeitig einen produktiven und sozialen Gewinn.“