Aktuelles bei der Lebenshilfe Schweinfurt

Trommelzauber an der Schule am Bach

Auf Djemben, afrikanischen Handtrommeln, spielen die frisch gebackenen Percussion-Künstler mit Begeisterung zu den einstudierten Liedern.

Lebenshilfe-Förderzentrum ermöglicht Schülern rhythmisches Musikerlebnis

 

Für die Schüler der zur Lebenshilfe Schweinfurt gehörenden Schule am Bach hat Schulleiter Thomas Kötzel am Donnerstag letzter Woche einen Trommel-Workshop organisiert. Nahezu 100 Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 19 Jahren wagten sich an Djemben, ursprünglich aus Westafrika stammende Handtrommeln, und nahmen während des Vormittags an zwei Workshops teil. Dabei übten sie nicht nur das Trommeln, sondern auch mitreißende Lieder und Tänze ein. Als Krönung endete jeder Workshop mit einem Mitmachkonzert, in dem die fleißigen Trommler auf einer musikalischen Reise durch den Urwald ihr Können auch durch Singen und Tanzen zum Besten gaben. „Wir veranstalten den Trommelzauber bereits zum zweiten Mal und stellen fest, dass jedes Kind etwas Positives aus dieser Erfahrung mitnimmt. Schüler, die anfangs zurückhaltend waren und im Hintergrund agierten, gewinnen im Verlauf des Aktionstages so viel Freude und Selbstvertrauen, dass sie plötzlich in der ersten Reihe sitzen und am lautesten trommeln“, berichtete Kötzel. Ganz im Zeichen der Inklusion ermöglichte die Schule am Bach auch Kindern aus der Schonunger Grundschule die Teilnahme am Trommelspaß.

 

Der Klang der Trommel ist etwas Grundlegendes, das man mit mehreren Sinnen erleben kann, durch das Hören und Fühlen der rhythmischen Schwingungen. Dies ist vor allem für die Schüler der Schule am Bach ein besonderes Erlebnis. Ganz besonderen Dank gilt der Regierung von Unterfranken und privaten Spendenbeiträgen, ohne die dieses Erlebnis nicht möglich gewesen wäre.

 

Die 1976 gegründete Schule am Bach ist die älteste Schule der Lebenshilfe Schweinfurt. Hier werden derzeit rund 120 körper- und mehrfachbehinderte Kinder unterrichtet und gefördert. Durch verschiedene Kooperationsprojekte mit der örtlichen Grund- und Mittelschule wird Inklusion vor Ort intensiv gelebt. Neben einer schulvorbereitenden Einrichtung gibt es an der Schule am Bach auch eine Heilpädagogische Tagesstätte. Die besuchen die Schüler nachmittags nach Unterrichtsende. Die Tagesstätte bietet Angebote an, die die Schüler dabei unterstützen, gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, Übergänge in neue Lebensabschnitte zu meistern und alltagspraktische Fähigkeiten einzuüben.