Aktuelles bei der Lebenshilfe Schweinfurt

Blaskapelle der Augsfelder Lebenshilfe-Werkstatt erhält Inklusionspreis

Normalerweise übergibt Erwin Dotzel die "Unterfränkischen Inklusionspreise" auf der Ufra. Coronabedingt erschien die Verbrauchermesse in Schweinfurt dieses Jahr jedoch nicht der geeignete Ort dafür. Daher besuchte der unterfränkische Bezirkstagspräsident die zur Lebenshilfe Schweinfurt gehörende Werkstatt für behinderte Menschen Augsfeld am Dienstag persönlich. Dort hat er den 15 Musikern der werkstatteigenen Blaskapelle den mit 2.500 Euro dotierten Inklusionspreis in der Kategorie „Kultur, Natur und Umwelt“ übergeben.

Ausgezeichnet: Die Blaskapelle der zur Lebenshilfe Schweinfurt gehörenden Werkstatt für behinderte Menschen Augsfeld erhält den unterfränkischen Inklusionspreis in der Kategorie "Kultur, Natur und Umwelt".

Ausgezeichnet: Die Blaskapelle der zur Lebenshilfe Schweinfurt gehörenden Werkstatt für behinderte Menschen Augsfeld erhält den unterfränkischen Inklusionspreis in der Kategorie "Kultur, Natur und Umwelt".

"Miteinander lernen, gemeinsam musizieren und anderen Menschen eine Freude machen": Erwin Dotzel (r.), Präsident des Bezirkstags Unterfranken, übereicht Konrad Schneider, Vorstandsmitglied der Lebenshilfe Schweinfurt, den mit 2.500 Euro dotierten Inklusionspreis.

"Miteinander lernen, gemeinsam musizieren und anderen Menschen eine Freude machen": Erwin Dotzel (r.), Präsident des Bezirkstags Unterfranken, übereicht Konrad Schneider, Vorstandsmitglied der Lebenshilfe Schweinfurt, den mit 2.500 Euro dotierten Inklusionspreis.

„Dieser Preis ist unser Lob“

 

Normalerweise übergibt Erwin Dotzel die "Unterfränkischen Inklusionspreise" auf der Ufra. Coronabedingt erschien die Verbrauchermesse in Schweinfurt dieses Jahr jedoch nicht der geeignete Ort dafür. Daher besuchte der unterfränkische Bezirkstagspräsident die zur Lebenshilfe Schweinfurt gehörende Werkstatt für behinderte Menschen Augsfeld am Dienstag persönlich. Dort hat er den 15 Musikern der werkstatteigenen Blaskapelle den mit 2.500 Euro dotierten Inklusionspreis in der Kategorie „Kultur, Natur und Umwelt“ übergeben.

 

"Miteinander lernen, gemeinsam musizieren und anderen Menschen eine Freude machen: Das ist es doch, was das Leben ausmacht", sagte Dotzel. Tatsächlich ist die Blaskapelle der Augsfelder Lebenshilfe-Werkstatt fester Bestandteil im Leben vieler Menschen in der Region. Wein-, Weihnachts- und Straßenfeste, Gottesdienste, Einweihungen, Geburtstagsfeiern, Hochzeiten, Festumzüge: Vor über 40 Jahren von Anton Schobert, dem damaligen Konrektor des Förderzentrums Sylbach der Lebenshilfe Haßberge, gegründet, bestreitet die Blaskapelle derzeit rund 15 Auftritte pro Jahr. Viele von den Musikern mit Behinderung sind darüber hinaus auch in den Musikvereinen ihrer Wohnorte aktiv. Für sie kein Problem, denn sie spielen vom Blatt nach Noten. Ein Erbe Schoberts. Das beeindruckte Dotzel. Freundschaften außerhalb der Werkstatt schließen und das eigene Selbstvertrauen stärken: Das sei ganz im Sinne der Inklusion und damit auch im Sinn der zum sechsten Mal in unterschiedlichen Kategorien verliehenen "Unterfränkischen Inklusionspreise". Deren Zweck ist es, Personen oder Institutionen zu würdigen, die die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung im Alltag nachhaltig und konkret verbessern, wie es auf der Homepage des Bezirks Unterfranken heißt.

 

Ob jemand für den Inklusionspreis infrage kommt, entscheidet sich auch am Faktor "Ehrenamt". "Ohne Herrn Schobert gäbe es die Blaskapelle nicht, und ohne die ehrenamtliche Tätigkeit von Gruppenleitern der Werkstatt Augsfeld, wie zum Beispiel von Herrn Trunk, und von Menschen wie unserem Vorstandsmitglied, Herrn Schneider, gäbe es die Blaskapelle nicht mehr", sagte deshalb Dr. Horst Golüke, Vorsitzender der Lebenshilfe Schweinfurt. Tobias Trunk, Gruppenleiter in der Werkstatt Augsfeld, gibt der Blaskapelle als Dirigent seit knapp zehn Jahren den Takt vor. Konrad Schneider, Vorstandsmitglied der Lebenshilfe Schweinfurt, unterstützt ihn als Stellvertreter und kümmert sich um die Ausbildung des Nachwuchses. Organisatorisch und betreuend steht ihnen Margarete Kurzeja, Gruppenleiterin in der Werkstatt Augsfeld, zur Seite.

 

"Dieser Preis ist unser Lob", sagte Schneider. Er dankte Harald Waldhäuser, Leiter der Werkstatt Augsfeld, für die jahrelange, uneingeschränkte Unterstützung der Blaskapelle und stellte eine Verwendung für das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro in Aussicht: Entweder ein Inklusionskonzert für alle Einrichtungen der Lebenshilfe Schweinfurt oder eine Fahrt nach Rom. Ersteres wäre eine Premiere, zweiteres nicht. Bereits 1997 hatte die Blaskapelle während einer Rom-Reise vor dem Altar auf dem Petersplatz gespielt und anschließend eine Audienz beim damaligen Papst, Johannes Paul II., erhalten. Vielleicht wird es also ein Inklusionskonzert.