Kopfbild
 

Aktuelles - Singleansicht

18. Juli 2018

„Königliches für die Gesundheit“ aus der Werkstatt Sennfeld

Sponsoren unterstützen werkstatteigenes Imkerprojekt mit insgesamt 1200 Euro


Für 200 Euro ein Patenamt für ein Bienenvolk übernommen und jetzt zu Besuch vor Ort bei "ihren" Bienen (v. l.): stellvertretender Leiter der Sennfelder Lebenshilfe-Werkstatt, Andreas Roth, Werkstattmitarbeiter Klaus Rösch, Werkstattleiter Günter Scheuring, Bienenpaten Kurt Stalberg und Sigrid Koch-Stalberg von der Koch-Mannes Maschinen-GmbH, Bienenpate Rechtsanwalt Franz Geus, Werkstattmitarbeiter Michael Stumpf und Kevin Lorenz, Leiter des Bienenprojekts und Gruppenleiter in der Werkstatt Sennfeld, Florian Mayr, Werkstattmitarbeiter Norbert Büchler und Bienenpate Rechtsanwalt Gerald Rohé.

Für 200 Euro ein Patenamt für ein Bienenvolk übernommen und jetzt zu Besuch vor Ort bei "ihren" Bienen (v. l.): stellvertretender Leiter der Sennfelder Lebenshilfe-Werkstatt, Andreas Roth, Werkstattmitarbeiter Klaus Rösch, Werkstattleiter Günter Scheuring, Bienenpaten Kurt Stalberg und Sigrid Koch-Stalberg von der Koch-Mannes Maschinen-GmbH, Bienenpate Rechtsanwalt Franz Geus, Werkstattmitarbeiter Michael Stumpf und Kevin Lorenz, Leiter des Bienenprojekts und Gruppenleiter in der Werkstatt Sennfeld, Florian Mayr, Werkstattmitarbeiter Norbert Büchler und Bienenpate Rechtsanwalt Gerald Rohé.

Keine Berührungsängste mit den Bienen zeigen die Hobbyimker der Projektgruppe. Laut Projektleiter Florian Mayr (2. v. l.) handelt es sich bei den 240.000 Bienen der sechs Jungbienenvölker um eine ausgesprochen friedliche Gattung.

Keine Berührungsängste mit den Bienen zeigen die Hobbyimker der Projektgruppe. Laut Projektleiter Florian Mayr (2. v. l.) handelt es sich bei den 240.000 Bienen der sechs Jungbienenvölker um eine ausgesprochen friedliche Gattung.

Schon fast perfekt: Möglichst flach fährt Bienenpatin Sigrid Koch-Stalberg mit der Entdeckelungsgabel über die Wabe um die Zelle nicht zu beschädigen. Sponsor Rechtsanwalt Franz Geus (Mitte) zeigt sich beeindruckt.

Schon fast perfekt: Möglichst flach fährt Bienenpatin Sigrid Koch-Stalberg mit der Entdeckelungsgabel über die Wabe um die Zelle nicht zu beschädigen. Sponsor Rechtsanwalt Franz Geus (Mitte) zeigt sich beeindruckt.

Durch Zentrifugalkraft per Hand Honig aus Bienenwaben schleudern: Für diesen wesentlichen Arbeitsgang bei der Honiggewinnung benötigen die Hobbyimker aus der Werkstatt Sennfeld, (v. l.) Kevin Lorenz, Michael Müller und Michael Stumpf, nicht nur Geschick, sondern auch eine Portion Muskelkraft.

Durch Zentrifugalkraft per Hand Honig aus Bienenwaben schleudern: Für diesen wesentlichen Arbeitsgang bei der Honiggewinnung benötigen die Hobbyimker aus der Werkstatt Sennfeld, (v. l.) Kevin Lorenz, Michael Müller und Michael Stumpf, nicht nur Geschick, sondern auch eine Portion Muskelkraft.

Nicht nur rund 600 fleißige Menschen arbeiten in der zur Schweinfurter Lebenshilfe gehörenden Werkstatt für behinderte Menschen Sennfeld, sondern seit einiger Zeit auch jede Menge fleißiger Bienen. Aktuell sind das rund 240.000 Tiere in sechs Völkern. Zur Unterstützung, zum Erhalt und Ausbau dieser werkstatteigenen Imkerei hat die Leitung der Werkstatt Sennfeld kürzlich ein Programm ins Leben gerufen, bei dem interessierte Sponsoren für 200 Euro die Patenschaft für ein Bienenvolk übernehmen können. Am vergangenen Montag lud Werkstattleiter Günter Scheuring in die Werkstatt Sennfeld ein, um die gewonnenen Paten nun mit einer Patenschaftsurkunde auszuzeichnen. Neben der Besichtigung der ökologisch gehaltenen Bienenvölker in unmittelbarer Umgebung der Werkstatt und der Übergabe der Urkunden erhielten die Bienenpaten viel Informatives und auch eine praktische Vorführung der Honiggewinnung.

 

In seinen Dankesworten informierte Scheuring, dass das Bienenprojekt im Rahmen der arbeitsbegleitenden Maßnahmen der Werkstatt ins Leben gerufen worden sei und seit zwei Jahren von Gruppenleiter und Hobbyimker Florian Mayr begleitet werde. Neben Mayr betreuen fünf Werkstattmitarbeiter mit Handicap die Bienenvölker. "Die Idee hinter unserem Bienenprojekt ist zum einen der pädagogische Gesichtspunkt, und zum anderen haben wir es uns als Werkstatt zum Auftrag gemacht, auch einen Teil zur Erhaltung der Natur beizutragen", erklärte Scheuring. Ganz besonders freue ihn dabei das Engagement der Bienenpaten, im Einzelnen das der Koch-Mannes Maschinen-Handels GmbH, der Rohé & Beck Rechtsanwälte-Insolvenzverwalter, der Geus & Richter Rechtsanwälte, der Camping Oase und das von Holger Kristandt aus Euerbach. "Ich bin begeistert und freue mich über unsere Entscheidung, hier mitgemacht zu haben", meinte Sigrid Koch-Stalberg von Koch-Mannes. Die Sinnhaftigkeit dieses Projekts überzeugte, zumal auch ein Großteil der einzelnen Betriebsmittel, wie zum Beispiel die hölzernen Bienenkisten, in der werkstatteigenen Schreinerei hergestellt wird.

 

Keine Berührungsängste mit den Bienen zeigten die fünf Sennfelder Hobbyimker vor Ort. "Es macht einfach Spaß, mal was anderes als das Normale zu tun und man kommt raus in die Natur", erklärte Kevin Lorenz, Mitarbeiter aus der Lohnfertigung. Und Michael Stumpf, Mitarbeiter aus der Verpackungsabteilung und von Haus aus bienenerfahren ist stolz, mit seiner Mitarbeit im Bienenprojekt etwas für die Gesundheit der Menschen zu tun. Seiner Meinung nach sei der Honig nicht nur was Leckeres für das Frühstücksbrötchen sondern auch ein gutes Antibiotikum.

 

Die Werkstatt Sennfeld ist die größte der sechs Werkstätten der Lebenshilfe Schweinfurt. Sie beschäftigt rund 600 Mitarbeiter mit und ohne Handicap. Als Lohnfertiger bietet sie namhaften Industrieunternehmen eine breite Palette an Montage-, Verpackungs-, Zähl-, Maschinen- und Konfektionierungsarbeiten. Auch Handwerksbetriebe und Privathaushalte gehören zu ihren Kunden. Eine eigene Schreinerei, Schlosserei sowie Holzspielzeuge und Wohn-Accessoires aus der Eigenproduktion runden das Angebot der nach ISO 9001 zertifizierten Einrichtung ab.