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30. Januar 2018

Ein Turnier mit lauter Gewinnern

Turngemeinde und Lebenshilfe mit integrativem Fußballturnier zufrieden


Technisch hohes Niveau: Wie alle Mannschaften kämpften auch die Teams der BVSV/TG (in Grün) und der Nüdlinger Werkstatt der Lebenshilfe Schweinfurt hart, aber fair um jeden Ball.

Technisch hohes Niveau: Wie alle Mannschaften kämpften auch die Teams der BVSV/TG (in Grün) und der Nüdlinger Werkstatt der Lebenshilfe Schweinfurt hart, aber fair um jeden Ball.

Das zweite Halbfinale wurde durch Sechs-Meter-Schießen entschieden: Die Werkstatt Hammelburg (in Schwarz) punktete mit 4:3 gegen die Mannschaft der Werkstatt Sennfeld.

Das zweite Halbfinale wurde durch Sechs-Meter-Schießen entschieden: Die Werkstatt Hammelburg (in Schwarz) punktete mit 4:3 gegen die Mannschaft der Werkstatt Sennfeld.

Einlauf der Finalisten: Am Ende setzte sich die Mannschaft der Werkstatt Hammelburg mit 2:1 gegen ihre Kollegen aus der Werkstatt Augsfeld durch.

Einlauf der Finalisten: Am Ende setzte sich die Mannschaft der Werkstatt Hammelburg mit 2:1 gegen ihre Kollegen aus der Werkstatt Augsfeld durch.

Sorgten nach dem letzten Match für Stimmung: Die Würzburger Band „Mosaik“ besteht aus Menschen mit und ohne Behinderung.

Sorgten nach dem letzten Match für Stimmung: Die Würzburger Band „Mosaik“ besteht aus Menschen mit und ohne Behinderung.

Jubel und Enttäuschung lagen am letzten Samstag eng beieinander. Um jeden Ball wurde in der Turnhalle der Turngemeinde Schweinfurt 1848 hart gekämpft, bis nach 35, jeweils zehn Minuten langen Matches die Sieger feststanden. Beim integrativen Fußballturnier haben die Spieler der zur Lebenshilfe Schweinfurt gehörenden Werkstatt für behinderte Menschen Hammelburg den ersten Platz belegt. Der zweite Platz ging an die Mannschaft der Werkstatt Augsfeld, der dritte an die der Werkstatt Sennfeld. Die Lebenshilfe Bamberg landete auf dem vierten Platz, die Nüdlinger Werkstatt der Lebenshilfe Schweinfurt auf dem fünften. Die Werkstatt Hohenroth holte sich den sechsten, die BVSV/TG den siebten und die Lebenshilfe Würzburg den achten Platz. Bei den teilnehmenden U-13 Mannschaften verbuchte der TSV Grettstadt den ersten Platz für sich. Der zweite und dritte Platz gingen an Mannschaften der Turngemeinde Schweinfurt 1848. Der TV Oberndorf und die SpVgg Hambach teilten sich punktgleich den vierten Platz. Spätestens, als nach dem letzten Match die Würzburger Band "Mosaik" spielte, war jedoch klar: Beim integrativen Fußballturnier gab es nur Gewinner.

 

Das Turnier ging dieses Jahr in die vierte Runde. Bei der Veranstaltung bekommen Zuschauer traditionsgemäß zahlreiche Spiele von erwachsenen Behinderten- und U-13-Mannschaften aus der Region zu sehen. Wie die beiden Jahre zuvor richteten auch heuer die Turngemeinde Schweinfurt 1848 und die Lebenshilfe Schweinfurt das Turnier aus. Dessen Ziel: Menschen mit und ohne Behinderung in Kontakt und ins Gespräch miteinander zu bringen, um Berührungsängste abzubauen.

 

Die Rechnung schien auch dieses Mal aufzugehen. "Das ist gesund und gelebte Integration", fasste der Schirmherr des Turniers, Staatssekretär Gerhard Eck, seine Eindrücke zusammen. Er gratulierte den teilnehmenden Mannschaften und hatte auch eine Überraschung für sie im Gepäck. Eck lud 50 Spieler mit und ohne Behinderung für das nächste Jahr in den Bayerischen Landtag ein. Auch Monika Niestroj, Jugendleiterin und stellvertretende Abteilungsleiterin Fußball bei der Turngemeinde und maßgeblich an der Organisation des Turniers beteiligt, war sich sicher: "So ein Turnier weckt vor allem bei Jugendlichen Interesse am Gegenüber."

 

Wie Niestroj sprach sich auch Hilmar Knoblach, Vorstandsmitglied der Lebenshilfe Schweinfurt, für eine Wiederholung des Turniers aus. "Es ist gut", so Knoblach, "einfach mal zusammenzukommen." Ihn beeindruckte an diesem Tag vor allem die Begeisterung, mit der die Spieler bei der Sache waren. Deren hohes fußballerisches Niveau und die Fairness untereinander hatten es Astrid Bartholomeyczik angetan. Die Sportkoordinatorin des Lebenshilfe-Landesverbands Bayern war eigens aus Erlangen zu dem Turnier angereist. "So ein Turnier baut Brücken. Barrieren im Kopf werden abgebaut. Fußball verbindet", fasste sie ihre Eindrücke von den Spielen zusammen.