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27. Juli 2017

Wo Behinderung keine Behinderung ist

Integratives Sport- und Spielfest „Mein Olympia“ zum sechsten Mal ein voller Erfolg


Der Einzug der Athleten: Unter den sechs unterfränkischen Schulen mit insgesamt rund 400 Teilnehmern sind allein drei Schulen der Lebenshilfe Schweinfurt mit dabei, nämlich das Förderzentrum Schonungen, die Katharinen-Schule Fuchsstadt und die Franziskus-Schule Schweinfurt.

Der Einzug der Athleten: Unter den sechs unterfränkischen Schulen mit insgesamt rund 400 Teilnehmern sind allein drei Schulen der Lebenshilfe Schweinfurt mit dabei, nämlich das Förderzentrum Schonungen, die Katharinen-Schule Fuchsstadt und die Franziskus-Schule Schweinfurt.

Beim 50-m-Lauf starten die Schüler der Franziskus-Schule voll durch und geben ihr Bestes. Von links: Dennis Hartmann (5. Platz), Marcel Thiersch (4. Platz) und Alphan Ertugut (3. Platz).

Beim 50-m-Lauf starten die Schüler der Franziskus-Schule voll durch und geben ihr Bestes. Von links: Dennis Hartmann (5. Platz), Marcel Thiersch (4. Platz) und Alphan Ertugut (3. Platz).

Stolzer Träger der Silbermedaille: Jan Wendel aus der Katharinen-Schule läuft beim 50-m-Lauf eine Zeit von 10,5 Sekunden und darf aufs Siegertreppchen.

Stolzer Träger der Silbermedaille: Jan Wendel aus der Katharinen-Schule läuft beim 50-m-Lauf eine Zeit von 10,5 Sekunden und darf aufs Siegertreppchen.

Spaß beim Spieleparcours: Die Kerschensteiner-Grundschule ist schon zum wiederholten Mal als Gast bei „Mein Olympia“. Diesmal versuchen Schüler aus der dritten Klasse ihr Glück beim „Cornhole“-Werfen. Dabei müssen mit Maiskörner gefüllte Säckchen durch das Loch in der Rampe geworfen werden.

Spaß beim Spieleparcours: Die Kerschensteiner-Grundschule ist schon zum wiederholten Mal als Gast bei „Mein Olympia“. Diesmal versuchen Schüler aus der dritten Klasse ihr Glück beim „Cornhole“-Werfen. Dabei müssen mit Maiskörner gefüllte Säckchen durch das Loch in der Rampe geworfen werden.

"Das Tollste heute ist zu erleben, dass Kinder mit Behinderung sich von ihrer Behinderung nicht behindern lassen, sondern Sport machen wie alle anderen auch", stellte Henry Frank, Zuschauer und Schüler aus der siebten Klasse des Schweinfurter Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums (AvH) beeindruckt fest. Die Veranstaltung "Mein Olympia", die vom Projektseminar "Sport" der Oberstufe des AvH heuer in der sechsten Auflage ausgerichtet wurde, begeisterte gleichwohl Sportler, Gäste, Zuschauer, Helfer und Verantwortliche. Insgesamt rund 400 Athleten aus sechs unterfränkischen Förderzentren (Schweinfurt, Schonungen , Fuchsstadt, Bad Kissingen, Haßfurt und Würzburg) zogen vergangenen Donnerstag um 9.30 Uhr durch das Marathon-Tor in das Schweinfurter Willy-Sachs-Stadion ein und wurden von Hunderten von Schülern des AvH mit Applaus und der Special-Olympics-Hymne empfangen. Für zusätzliche olympische Atmosphäre sorgte traditionell das olympische Feuer, angezündet diesmal von Lukas Huntley aus der Franziskus-Schule und Triathlet Markus Unsleber.

 

Klemens Alfen, der Schulleiter des AvH, eröffnete seine Ansprache mit den Worten: "Das olympische Feuer brennt für mehr als 800 Herzen heute hier im Stadion." Er zeigte sich bewegt vom stimmungsvollen Einzug der Sportler mit Handicap und dankte der Stadt Schweinfurt, vertreten durch Karl-Heinz Kauczok, Bürgermeister und Vorsitzender des Arbeitskreises "Sport in Schule und Verein", für die Bereitstellung des Stadions sowie Matthias Kolley, Projektleiter Special Olympics Bayern, für die umfangreiche Unterstützung. Weitere Gruß- und Dankesworte kamen von Kauczok, der sich besonders über den inklusiven Charakter des Sportfestes freute, und Kolley, der auch dieses Jahr wieder vom Projektseminar "Sport" einen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro in Empfang nehmen durfte. Den olympischen Eid "Lasst mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, so lasst mich mutig mein Bestes geben" sprach Raphael Korsalke aus der sechsten Klasse der Franziskus-Schule. Dann war das integrative Sport- und Spielfest offiziell eröffnet. Elke Büttel-Wirth, Hauptjugendleiterin vom TV Jahn, übernahm auch heuer wieder mit ihren Vorturnerinnen das Aufwärmtraining bei cooler Musik bevor es zu den einzelnen Sport- und Spielstationen ging.

 

Was ursprünglich als reines Leichtathletik-Sportfest für Kinder und Jugendliche mit Handicap angelegt war, wird von Jahr zu Jahr vom jeweiligen Projektseminar optimiert und entwickelt sich im Sinne der Inklusion mehr und mehr zu einem gemischten Sportfest für Kinder mit und ohne Handicap. Neben den herkömmlichen Wettkämpfen in den Disziplinen Sprint, Sprung und Wurf für geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche stemmte das Projekt-Team auch dieses Jahr im Innenbereich des Stadions einen großen Spieleparcours mit Musik, Tanz, Sport und viel Spaß. Hier vergnügten sich sowohl die Gäste aus der Kerschensteiner Grundschule mit den Kindern aus der schulvorbereitenden Einrichtung der Franziskus-Schule bei Boccia oder Dosenwerfen als auch die größeren Schüler des AvH und der Förderzentren beim Basketballspielen. Und auf den benachbarten Fußballfeldern stellten die fußballbegeisterten Grundstufenschüler bei einem Fußballturnier ihr Ballgeschick unter Beweis.